Veröffentlichungen zum Thema
Für gute und gerechte Arbeitsbedingungen
Seit geraumer Zeit wird in den Evangelischen Kirchen und ihrer Diakonie eine Diskussion um ein zukunftsfähiges Arbeitsrecht geführt.
Dieses soll sowohl den veränderten Refinanzierungsbedingungen – insbesondere in den
diakonischen Einrichtungen – entsprechen
als auch die Ansprüche einer christlichen Unternehmens kultur einbeziehen und den Mitarbeitenden gerecht werden.
In den Beratungen über Lösungsansätze kristallisierte sich die Grundfrage heraus, ob die Kirche mit ihren autonomen Regelungen, insbesondere beim sog. „Dritten Weg“, die Richtung eingeschlagen hat, die ihrem eigenen Anspruch gerecht wird. weiterlesen
Für manche das Beste, für andere nur Reste
Vor knapp sieben Jahren wurden die bisherigen Leistungen der Sozialhilfe
und der Arbeitslosenhilfe zu einer neuen sozialstaatlichen Leistung
zusammengefasst, für die es keinen vernünftigen Namen gab und die
seither schlicht Hartz IV genannt wird. Hartz IV schlug ein wie eine
Bombe und veränderte die Republik wie kaum eine Gesetz zuvor: Ehrwürdige
Behörden wurden zerschlagen und neu zusammengelegt, Hastig wurden neue
Computerprogramme geschrieben und die Betroffenen, Zahlungsempfänger wie
MitarbeiterInnen der Agenturen, wussten lange nicht, wie ihnen geschah.
So waren viele Hartz-IV-Bescheide zunächst einmal falsch und die
Widerspruchsflut trieb die Sozialgerichte beinahe an den Rand des
Kollapses. Quer durch die Republik entbrannte eine öffentliche
Diskussion, in den Medien, an Stammtischen, auf Akademietagungen. weiterlesen
HARTZ-IV-Ökonomie Wie sich eine Parallelwelt verfestigt
Stellungnahme des KDA: "Tiefe Risse gehen durch unser Land." Dies stellten die Kirchen bereits
1997 in ihrem Gemeinsamen Wort zur wirtschaftlichen und sozialen Lage
in Deutschland fest. Seit dieser Zeit hat sich die Armut in Deutschland
ausgedehnt und verfestigt. Die Entwicklungen in der Arbeitswelt, aber
auch die politische Agenda des letzten Jahrzentes, nicht zuletzt die
Einführung von Hartz IV, haben diesen Trend verstärkt. Die Risse
vertiefen sich. weiterlesen
Es bleibet dabei - der Sonntag ist frei!
In diesem Jahr fällt der 1. Mai auf einen Sonntag. Für uns ein Anlass zu Fragen: Ist der Sonntag noch zu retten? Wie können wir uns selbst über seinen Sinn, seine Gestaltung und seine lebensfördernden Möglichkeiten klar werden?
Leben ist mehr als Arbeit. Dafür ist der Sonntag ein Symbol. Über Jahrhunderte hinweg hat sich der Sonntag als allgemeiner Besinnungs-, Begegnungs- und Ruhetag bewährt und bestimmt den Lebensrhythmus der Menschen. Er ist der einzige Tag der Woche, der sich ökonomisch nicht rechnen muss. Er ist um der... weiterlesen
Leiharbeit auf dem Prüfstand
Durch die seit Herbst 2008 andauernde Finanzkrise und die folgende Rezession verlieren weit über 100.000 Arbeitnehmende ihren Arbeitsplatz. Als Erstes trifft es die Leiharbeitnehmenden.
Der Fachausschuss "Humanisierung und neue Technik" des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der Evangelischen Kirche in Deutschland hat die Situation der Leiharbeitenden untersucht und fordert arbeitsrechtliche Änderungen. Sie sollen verhindern, dass Menschen unter prekären Bedingungen arbeiten. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen müssen... weiterlesen