02. - 03.03.2012, Zinzendorfhaus Neudietendorf bei Erfurt
Der Maßstab unternehmerischen Handelns ist die soziale Verantwortung.
Wie kann ich mein Unternehmen anständig führen? Gelingt es, sich an Werten wie Fairness und Nachhaltigkeit zu orientieren und trotzdem erfolgreich zu sein? Viele Führungskräfte suchen nach Orientierung für ihr Handeln, da sie täglich weit reichende Geschäftsentscheidungen treffen. Doch nicht immer sind die Folgen absehbar. Denn das globale wirtschaftliche Umfeld ist komplex und die Lieferkette unübersichtlich. Wie weit reicht die Verantwortung von Unternehmen? Gibt es allgemein akzeptierte Standards? Und was erwarten die Kunden?
Orientierungshilfen gibt es schon seit Jahrzehnten. So sind etwa die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen seit den 1970er Jahren in Kraft. Sie wurden jüngst überarbeitet und enthalten Umwelt- und Sozialnormen, Menschenrechte und Governance- Richtlinien für international agierende Unternehmen. Neuere Ansätze verbinden sich mit dem Global Compact der Vereinten Nationen oder der ISO-Norm 26000.
Doch wie vertragen sich diese Standards mit dem Wunsch der Kunden nach günstigen Preisen? Sind sie bereit, auf Kostenvorteile zu verzichten, die durch Kinderarbeit oder Umweltverschmutzung zustande kommen? Die Vergabepraxis der öffentlichen Hand kann dabei auf der Nachfrageseite wichtige Impulse setzen. Und auch die Präferenzen der „bewussten Verbraucher“ zeigen, dass Sozial- und Nachhaltigkeitsorientierung wesentliche Faktoren bei der Kaufentscheidung sein können.
Wir wollen der Frage nachgehen, welche Ansprüche an Unternehmen und Organisationen gestellt werden und wie sie dort praktisch zum Tragen kommen. Engagierte Unternehmen verschiedener Branchen werden zeigen, welche Möglichkeiten sich durch die aktive Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung eröffnen.