HARTZ-IV-Ökonomie Wie sich eine Parallelwelt verfestigt

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Stellungnahme des KDA: "Tiefe Risse gehen durch unser Land." Dies stellten die Kirchen bereits 1997 in ihrem Gemeinsamen Wort zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland fest. Seit dieser Zeit hat sich die Armut in Deutschland ausgedehnt und verfestigt. Die Entwicklungen in der Arbeitswelt, aber auch die politische Agenda des letzten Jahrzentes, nicht zuletzt die Einführung von Hartz IV, haben diesen Trend verstärkt. Die Risse vertiefen sich.

Der KDA-Bundesausschuss "Erwerbslosigkeit, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik" hat die Folgen dieser Entwicklung untersucht. Er ist dabei auf eine Parallelwirtschaft gestoßen, die wächst und sich von den allgemeinen Güter-, Dienstleistungs- und Arbeitsmärkten abgrenzt. Es hat sich eine "Hartz-IV-Ökonomie" entwickelt: Tafeln, Suppenküchen, Kleiderkammern oder Ein-Euro-Jobs sind eine Art von `Pannendienst´, der das Schlimmste verhindert, aber die Ursachen des Problems nicht beseitigt.

 Auch die Evanglische Kirche ist Teil dieses Systems. Mit zahlreichen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden in Diakonie, Gemeinde und vielfälitgen Initiativen engagiert sie sich für die Armutslinderung. Damit hilft sie Menschen - und das ist gut. Eine Kirche, die sich nicht mehr für die Armen einsetzte, wäre nicht die Kirche Jesu Christi. Doch der biblische Auftrag ermutigt Christinnen und Christen darüber hinaus, für gerechte gesellschaftliche Strukturen einzutreten. Nur so kann eine wirkliche Überwindung von Armut möglich werden.

Peter Janowski
Vorsitzender des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt in der EKD

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