perspektiefe: "Freiheit und Demokratie"
Das „protestantische Prinzip“ setzt beim
Individuum an. Weil Freiheit jedem Einzelnen
von Gott geschenkt und nicht eine zu erbrin
gende Leistung des Menschen ist, kann
und soll jeder Einzelne Verantwortung in der
und für die Gesellschaft tragen. Dieses
Prinzip scheint gegenwärtig im „säkularen
Kleide“ in den großen zivilen Bewegungen,
wie etwa der OccupyBewegung, wieder zu
wachsen. Nicht die Parlamentssäle, sondern
der öffentliche Raum – real oder virtuell –
werden zum Austragungsort von Auseinan
dersetzungen, die die Gesellschaft im Kern
beschäftigen.
Was ist davon im Kontext
einer Netz, aber doch repräsentativ geglie
derten Demokratie zu halten? Wo liegen die
Chancen? Wo die Gefährdungen?
Wenn man bedenkt, dass ja auch die Masse
der Individuen nicht einfach per se recht hat.
Unter dem Titel „Freiheit und Demokratie“
widmet sich diese Ausgabe von perspektiefe
diesem Problemzusammenhang. Weiterlesen