Aus den Regionen

ist eine Plattform für landeskirchliche Veröffentlichungen mit bundesweitem Geltungs- und Empfehlungscharakter. Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt ist eine Arbeitsgemeinschaft auf Bundesebene von landeskirchlichen Einrichtungen im Evangelischen Verband Kirche - Wirtschaft - Arbeitswelt.

Achtet die Menschenwürde!

Der Schein trügt: Was da so blinkt an den Wohnmobilen und Wohnwagen am Wegesrand, ist nicht der Rest der Beleuchtung der Weihnachtszeit: Es ist vielmehr Ausdruck für Entwürdigung von Menschen.
An Straßen unserer freiheitlichen Republik demonstrieren Zuhälter und Kunden von Prostituierten unverhohlen, dass Entwürdigung und Freiheitsberaubung mit dem Gesetz zur Legalisierung der Prostitution von 2002 erlaubt sind. Kaum jemanden interessiert das. Wer wagt, das Thema Prostitution zur Sprache zu bringen, wird milde belächelt oder ganz einfach ignoriert. Oft fallen dabei auch Begriffe wie „gesellschaftliche Akzeptanz“ oder gar „gebotene Toleranz“. Weiterlesen

Wortmeldung: Gute Arbeit - gute Pflege

Eine Pflegefachkraft erzählt mir, dass sie
in der Nachtschicht nur noch im Dauerlauf
unterwegs ist. Früher konnte man zwischendurch
mal einen Kaffee trinken und
sich dabei hinsetzen. Heute ist sie morgens
immer froh, wenn keine gravierenden
Fehler passiert sind. Manchmal kann sie
danach schlecht einschlafen, weil „es in
ihr noch arbeitet“.
Obwohl sie ihre Arbeit eigentlich sehr
gerne macht, hat sie ihre Arbeitszeit reduziert,
weil sie die hohe physische und
psychische Belastung nicht mehr aushält.
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Kirche und Arbeit - Nr. 8 - Mai 2012

Schlecker
XXL Pleite, XXL Versagen, XXL Hoffnung

Rückblende: „Mit viel Mut, Ausdauer
und Solidarität konnten wir erreichen,
dass mehr Sicherheit in den Filialen
herrscht, dass ein Tarifvertrag angewendet
wird und wir dadurch eine tarifliche Vergütung
mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie
Zuschläge erhalten. Vereinbart werden
konnten Regelungen zur Arbeitszeit und
Mehrarbeit, zu Kontrollen und für Urlaubsgrundsätze.“
Voller Stolz berichtet die Schlecker-
Betriebsratsvorsitzende Adrijana Soldo
in einem Interview vom November 2009 mit
Kirche und Arbeit von den Erfolgen, die die
Schlecker-Frauen nach erbitterten Auseinandersetzungen
erkämpft haben.
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Perspektiefe: »Umwelt- und Generationengerechtigkeit«

Liebe Leserinnen und Leser,
seit einiger Zeit wird darauf hingewiesen,
dass es Nachhaltigkeit nur in einem
angemessenen Ausgleich von ökologischen,
ökonomischen und sozialen
Zusammenhängen geben kann und die
wechselseitigen Folgewirkungen
im Blick zu behalten sind. Jede versäulte
Betrachtung ist hier unproduktiv!
Auch die christlichen Kirchen setzen
sich dafür ein, Struktur- und Handlungsmodelle
zu entwickeln, die Wege zu
einer gerechteren Welt ermöglichen.
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Mittendrin am Rande - Nr. 25

Soziale Arbeit zwischen Menschenrecht
und Ökonomisierung
Seit 5 Jahren hat sich die Bremische
Evangelische Kirche mit
ihrem Sessionsthema Armut und
Reichtum in Bremen – Gemeinsam
für eine soziale Stadt verstärkt
den Fragen der sozialen Spaltung
gewidmet. Die aktuellen sozialen
Fragen und die Auswirkungen der
wirtschaftlichen und politischen
Entwicklungen vor Ort werden in
vielen Projekten – sozialdiakonische
Arbeit im Quartier, Bildungsangebote
für haupt- und
ehrenamtlich Mitarbeitende, Veranstaltungen
für Interessierte und
Debatten mit Verantwortlichen aus
Politik und Wohlfahrt – angesprochen
und bearbeitet.
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Mehr zu Sozialpolitik

Währung Vertrauen!

Wie sieht es aktuell mit Ihrer Arbeit aus? Können Sie sich vorstellen, noch lange in Ihrem Betrieb zu sein? Vielleicht sogar bis zum Ruhestand? Kommen Sie mit Ihren Ideen, Talenten, Fragen und Emotionen ausreichend vor? Wird Ihnen Vertrauen entgegengebracht und haben Sie ein Vertrauensfundament in der Arbeit?

Oder anders gefragt: Wie stabil ist bei Ihrer Arbeit, in Ihrem Betrieb die Währung Vertrauen? Gibt es eventuell aktuell eine „Währungskrise“?

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Wachstum – Herausforderung für die Zukunft

Spätestens seit der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise 2009 treibt uns die Wachstumsfrage nicht nur aus ökonomischen und ökologischen Gründen um. Sie ist zugleich eine dringende gesamtgesellschaftliche und auch persönliche Frage: Wie sehr bin ich von einem „immer-mehr- Denken“ bestimmt? Wie kann eine „Ökonomie des Genug“ aussehen? Die vorliegende Publikation „Anstoß“ ist die erste ihrer Art. Sie soll zukünftig jedes Jahr zur Fastenzeit als Zeit des Innehaltens mit einem jeweils anderen Thema... Weiterlesen

Neues Jahr - neue Kraft

Echt stark, die Jahreslosung für 2012: „Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (2. Korinther 12,9). Der Apostel Paulus schreibt, dass er dies in Krisenzeiten an sich selbst erfahren hat. Und ähnlich, nur noch viel radikaler, war es bei Jesus gewesen: Da wirkte die Kraft Gottes sogar in der ex- tremsten Schwäche – im Tod am Kreuz – und schaffte neues Leben. Weiterlesen

In Würde arbeiten

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
So heißt es klipp und klar im Grundgesetz.

Aber wie sieht es mit der Würde im Alltag und im Berufsleben tatsächlich aus?
Noch immer gibt es Niedriglöhne, die nicht zum Lebensunterhalt reichen. Noch immer gibt es prekäre Arbeitsbedingungen. Kostendruck wird an Mitarbeiter „weitergegeben“. Minijobs, Leiharbeit und befristete Verträge sorgen für soziale Unsicherheit bei den Beschäf- tigten. Oft hat das nicht nur finanzielle, sondern auch fatale seelischen Folgen. Die Würde wird doch angetastet.

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perspektiefe: "Freiheit und Demokratie"

Das „protestantische Prinzip“ setzt beim Individuum an. Weil Freiheit jedem Einzelnen von Gott geschenkt und nicht eine zu erbrin­ gende Leistung des Menschen ist, kann und soll jeder Einzelne Verantwortung in der und für die Gesellschaft tragen. Dieses Prinzip scheint gegenwärtig im „säkularen Kleide“ in den großen zivilen Bewegungen, wie etwa der Occupy­Bewegung, wieder zu wachsen. Nicht die Parlamentssäle, sondern der öffentliche Raum – real oder virtuell – werden zum Austragungsort von Auseinan­ dersetzungen, die die Gesellschaft im Kern beschäftigen.
Was ist davon im Kontext einer Netz­, aber doch repräsentativ geglie­ derten Demokratie zu halten? Wo liegen die Chancen? Wo die Gefährdungen? Wenn man bedenkt, dass ja auch die Masse der Individuen nicht einfach per se recht hat. Unter dem Titel „Freiheit und Demokratie“ widmet sich diese Ausgabe von perspektiefe diesem Problemzusammenhang. Weiterlesen

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