Unsere Leitgedanken

Würde des Menschen

"Als Gottes Ebenbilder sind alle Menschen gleich. Die Würde und der Wert des Lebens sind Gottes Geschenk. Arrmun kann diese Würde nicht beeinträchtigen und Reichtum fügt ihr nichts hinzu. Allerdings gibt es lebenssituationen in Armut, die der Würde des Menschen Hohn sprechen und auch ein falsches Vertrauen auf Reichtum ... Menschen vom gemeinsamen Leben auszuschließen und Teilhade zu verweigern, ist Sünde vor Gott."

EKD-Kundgebung "Gerechtigkeit erhöht ein Volk - Arrmut und Reichtum"

In allen Vollzügen des Wirtschaftens und Arbeitens ist die Würde des Menschen zu achten. Wo die Würde des Menschen in der Arbeitswelt in Frage gestellt wird, muss auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes Einspruch erhoben und auch menschenwürdige Arbeits- und Lebensverhältnisse hingewirkt werden.

Arbeiten im Dienst des Lebens

„Die Arbeit des Menschen gehört zum Menschsein ebenso wie die Muße, die der Mensch zum Leben braucht ... Arbeit ist tätige Bejahung des von Gott geschenkten menschlichen und kreatürlichen Daseins in der Welt.“
Studie der Kammer der EKD für soziale Ordnung „Gemeinsame Initiative – Arbeit für alle!“

Es gehört zum Grundverständnis christlicher Ethik, dass jeder Mensch die Möglichkeit zu einer tätigen Existenz erhalten soll. Arbeit muss so gestaltet sein, dass Menschen ihre Fähigkeiten entfalten und ihr Berufs­ und Privatleben vereinbaren können. Ihr Haushalts­ einkommen aus Arbeit und gegebenenfalls familienbezogenen Transferleistungen muss ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Arbeitsbedingungen, die menschliches Miteinander unmöglich machen oder in sein Gegenteil verkehren, sind nicht vereinbar mit einem christlichen Verständnis von Arbeit.

Soziale Gerechtigkeit

„Teilhabe-, Befähigungs- und Verteilungsgerechtigkeit markieren das Fundament eines theologisch-sozialethisch begründeten Verständnisses von Gerechtigkeit. Auf diesem Fundament fordert evangelische Ethik für alle Menschen den Zugang zu den Grundgütern der Gesellschaft, eine grund- legende soziale Sicherung und eine Qualifikation aller für die Sphäre des gesellschaftlichen Austauschs.“

Denkschrift des Rates der EKD zur Armut in Deutschland „Gerechte Teilhabe“

Wem der Zugang zu den sozialen Gütern verwehrt oder erschwert wird, wie sie insbesondere in den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten (WSK) festgehalten sind, ist gesellschaftlich benachteiligt. Nach christlichem Verständnis sollen alle Menschen gleiche Lebenschancen haben. Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe sind die Voraussetzungen für sozialen Frieden und liegen in der Verantwortung aller.

Nachhaltiges Wirtschaften

„Das Konzept der klassischen sozialen Marktwirtschaft bedarf der Erweiterung zu einer sozial, ökologisch und global verpflichteten Marktwirtschaft.“

Wort des Rates der EKD zur globalen Finanzmarkt­ und Wirtschaftskrise

„Wie ein Riss in einer hohen Mauer“

Wo das wirtschaftliche Handeln allein darauf ausgerichtet ist, das Kapital zu vermehren, und wo der Raubbau der natürlichen Ressourcen ungehindert fortgesetzt wird, ist das Leben zukünftiger Generationen wie des ganzen Planeten gefährdet. Es bedarf einer globalen Rahmenordnung, die das wirtschaftliche Handeln und das Finanzsystem auf Nachhaltigkeit ausrichtet. Wir brauchen neue Modelle für ein Wirtschaften an den Grenzen des Wachstums. Wir fördern eine „Ökonomie des Genug“. Das biblische Sabbatgebot hält die Grenzen des Wirtschaftens in Erinnerung.

Wir arbeiten mit